Einstürzende Neubauten »Lament« Identität, LP & CD Cover
Die Einstürzenden Neubauten sind eine der wenigen deutschen Bands, die international Impulse aussenden und zahlreiche andere Bands und Kunstgattungen inspirieren. Lament war ursprünglich eine Performance über den Ersten Weltkrieg, die von der Region Flandern in Auftrag gegeben und am 8. November 2014 in Diksmuide (Belgien) zum ersten Mal gezeigt wurde. Es ist auch der Titel des Studioalbums, das am 7. November 2014 auf Vinyl und CD veröffentlicht wurde.
★ German Design Award Nominierung
Auftraggeber
Einstürzende Neubauten
Blixa Bargeld
Leistungen
LP & CD Gestaltung
Identität
Programmheft
In Zusammenarbeit mit Patrick Marc Sommer als Designstudio »Langesommer – Atelier für Grafikdesign & Typografie«.
Key Visual
Künstlerfotos
Die Performance und das Album
Mit ihrem Album LAMENT schufen die Einstürzenden Neubauten ein musikalisches Werk zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs. Die Uraufführung fand am 8. November 2014 in Diksmuide, Belgien statt – an jenem Ort, an dem einst die Schützengräben der Westfront verliefen. Das Werk verbindet die avantgardistische Klangsprache der Band mit dem ersten Ereignis, das die gesamte Welt in seinen Grundfesten erschütterte, und wurde weltweit mit großer Anerkennung aufgenommen.
Das Gestaltungskonzept und Key Visual
Ausgangspunkt des Gestaltungskonzepts war ein Fotoshooting, aus dem das wesentliche Element hervorging: ein Schriftzug, der mit einer Taschenlampe in die Dunkelheit geschrieben wurde. Die Lichtschrift ist bewusst diffus und unkontrolliert – sie entzieht sich der gestalterischen Präzision und trägt genau dadurch eine eigene Qualität. Der Schriftzug wurde freigestellt und vor einen dschungelartigen Hintergrund gesetzt, der den Naturgedanken des Albums aufgreift und verstärkt. Die Dunkelheit, das Ungefähre, das Nicht-ganz-Greifbare – all das spiegelt die inhaltliche Haltung des Werks wider und zieht sich als gestalterisches Prinzip durch das gesamte Erscheinungsbild.
Als typografische Ergänzung zum Key Visual wurde die kantige, markante Schrift Fortescue Bold gewählt. Sie rundet das Erscheinungsbild mit einer eigenen Prägnanz ab – eine Schrift, die gleichzeitig etwas Altes und etwas Neues in sich trägt und damit die Spannung zwischen Vergangenheit und Avantgarde, die LAMENT als Werk durchzieht, auch typografisch sichtbar macht.